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Sagen aus dem Sulzbacher Land


 

Oberpfälzer Sagen: Sulzbach-Rosenberg, Stadt und Land heißt das kleine Büchl des ehemaligen Oberlehrers und Heimatpflegers Fritz Metz aus Sulzbach-Rosenberg. Erschienen ist es im September 1965 beim Verlag Knauf in Weiden.

Viele Lehrer haben es damals in der Grundschule ihren Schülern vorgelesen und auch heute noch erinnern sich die ehemaligen Schüler daran. Deshalb wollen Ihnen heute fünf Edelsfelder GemeindebürgerInnen einige dieser Sagen erzählen.

 

Eine Sage ist, dem Märchen und der Legende ähnlich, eine kurze Erzählung von besonderen und fantastischen Ereignissen. Sie wird mit einer realen Begebenheit sowie Personen- und Ortsangaben verbunden. So meint der Hörer, dass dies eine wahre Geschichte sei. Die ursprünglichen Verfasser sind in der Regel unbekannt, im Gegensatz zu den Sammlern und Herausgebern, welche die schriftlich fixierten Fassungen oft inhaltlich und sprachlich bearbeitet und literarisch geformt haben.

 

(Klicken Sie bitte das Bild an um es zu vergrößern)
Namen v.l.n.r: Nadine Heldrich, Edi Bär, Elfriede Winter, Irmgard Gebhard und Hans-Rainer Heldrich.

 

Sagen in der Oberpfalz

 

Die Oberpfalz ist SAGENREICH - viele Aufzeichnungen wurden durch Franz Xaver von Schönwerth (1810 - 1886 ) veröffentlicht, der im Gegensatz zu den besser bekannten Gebrüdern Grimm (1785/1786 - 1864/1859) KEINE exakte Unterscheidung von Sage und Märchen vornahm.

 

Die Gebrüder Grimm hingegen sprechen in ihrem "Grimmschen Wörterbuch (Bd. XIV, 1893)" von der "Kunde von Ereignissen der Vergangenheit, welche einer historischen Beglaubigung entbehrt" und von "naiver Geschichtserzählung und Überlieferung, die bei ihrer Wanderung von Geschlecht zu Geschlecht durch das dichterische Vermögen des Volksgemüthes umgestaltet wurde".

 

Dabei greifen subjektive Wahrnehmung und objektives Geschehen so ineinander, dass übernatürliche, unglaubhafte Begebenheiten zum Wesenskern der Sage werden. So gehört wie im Märchen die Vermenschlichung von Pflanzen und Tieren zur Sagenwelt, aber auch übernatürliche Wesen wie Elfen, Zwerge und Riesen zählen dazu und ebenso kommt es oft zur Benennung eines Helden. Jedoch anders als beim zeitlosen Märchen ("Es war einmal...") mit den allgemeinen Ortsangaben (Wald, Brunnen) und dem typisierten Personal (Prinzessin, Stiefmutter) sind tatsächliche Ereignisse, Lokalitäten und Persönlichkeiten, die im Weiteren fantastisch ausgeschmückt und umgestaltet werden, Anlass für die Erzählung. Damit steht der Realitätsanspruch der Sage über dem des Märchens.

 

...erzählt von Irmgard Gebhard...





...Wir wünschen viel Freude
beim Anhören der Sagen!

Von Zeit zu Zeit werden neue Aufnahmen dazu kommen.
Anregungen nimmt die Gemeinde Edelsfeld oder auch Evi Strehl gerne entgegen (Evi.Strehl@gmail.com).